Schlagwort: Vertrauen

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In meinen Aufstellungen weise ich darauf hin, wie wichtig es ist, Sätze und Worte die einen während der Aufstellung erreichen auch auszuhalten. Das ist wichtig, damit sich das Gesagte in uns entwickeln kann.
Ich möchte das an einem Beispiel erläutern. Sagt in der Aufstellung ein Elternteil (Stellvertreter) zum Kind „jetzt bin ich da„, reagiert das Kind (also der Stellvertreter des Kindes) oft sehr heftig mit Vorwürfen „aber du hast ….„. Es erkennt und spürt die Kraft nicht, die mit diese Aussage mitschwingen. Jetzt ist die Kraft der Ahnen präsent, jetzt kann darf es fließen. Daher gilt es das Gesagte, Hellinger nannte es einmal die „heilende Sätze“, in uns wirken zu lassen und für uns zu schauen, ob unsere Seele etwas damit anfangen kann. Ist das nicht der Fall, haben wir nichts verloren, ist es wichtig für uns und wir haben es ausgehalten, ist es ein Bereicherung für unser Leben.

Vertrauen

Alles greift harmonisch in-ein-ander und es ist wie von selbst. Wir atmen ein, unsere Lunge tauscht Kohlendioxid gegen Sauerstoff  aus. Unsere Blut transportiert, angetrieben vom Herzen, diesen Sauerstoff in jede, unsere Zellen. Woher weiß es das? Denken wir jeden Sekunde daran, hoffentlich findet das Blut auch diese und jene Zelle unseres Körpers? Nein, wir haben vertrauen. Wir haben es gelernt zu vertrauen, es ist ein Prozess und wir sind Eins mit ihm. Auch begeben wir uns in den Schlaf, wir wissen einfach, das wir das können. Wir haben Vertrauen. Dieses Vertrauen können wir in unser Bewußtsein transportieren. Da ist etwas harmonisches. Es ist in uns, ein Quell von unbekannter Herkunft, vieleicht aus einer anderen Dimension, dem können wir uns anvertrauen. Das wir es können, beweisen wir uns selbst, mit jedem Herzschlag unseres Lebens.

Einheit

Unter Einheit verstehe ich das GanzSein mit sich. Ich bin friedvoll mit mir und erkenne im Ganzen, was mein Anteil am Großen ist.
Ich kann das, was kommt, nehmen. So wie der Strand die Welle nimmt und die Welle sich am Strand gütlich tut. Der Strand ist weit, das Wasser ist weit. Beide bedürfen sich. Die Welle braucht den Strand ein wenig mehr, um sich zu erfüllen, sich zu entfalten. Der Strand ist da, er kann warten, er leistet, ohne Gegenleistung, einfach so. Manchmal nimmt die Welle auch ein Stück vom Strand mit sich und macht ihn schmaler, verändert ihn. So ist es auch zwischen Eltern und Kindern. Die Eltern sind der Boden, der Strand und die Kinder sind die Wellen. Die Kinder kommen zu den Eltern und ziehen sich dann wieder zurück, suchen und finden ihren Rhythmus. Der Strand lässt sie gewähren, achtet (auf) ihre (Ge-)Zeiten und lauscht und fühlt. Ja, manchmal toben die Wellen über den Strand, verwüsten ihn, durchdringen ihn. Und doch brechen sie sich auch an ihm, kehren nach einer Weile in die Ruhe zurück, um dann ihren Rhythmus von kommen und gehen wieder aufzunehmen. Und der Strand? Er ist da.

Mein liebes Kind, wenn du mich brauchst, ich bin da.