Schlagwort: Gefühle

Aushalten

In meinen Aufstellungen weise ich darauf hin, wie wichtig es ist, Sätze und Worte die einen während der Aufstellung erreichen auch auszuhalten. Das ist wichtig, damit sich das Gesagte in uns entwickeln kann.
Ich möchte das an einem Beispiel erläutern. Sagt in der Aufstellung ein Elternteil (Stellvertreter) zum Kind “jetzt bin ich da“, reagiert das Kind (also der Stellvertreter des Kindes) oft sehr heftig mit Vorwürfen “aber du hast ….“. Es erkennt und spürt die Kraft nicht, die mit diese Aussage mitschwingen. Jetzt ist die Kraft der Ahnen präsent, jetzt kann darf es fließen. Daher gilt es das Gesagte, Hellinger nannte es einmal die “heilende Sätze”, in uns wirken zu lassen und für uns zu schauen, ob unsere Seele etwas damit anfangen kann. Ist das nicht der Fall, haben wir nichts verloren, ist es wichtig für uns und wir haben es ausgehalten, ist es ein Bereicherung für unser Leben.

Winter

Die Winterzeit ist die Zeit der Ruhe. Sie gibt uns die Gelegenheit inne zu halten und zu verweilen, bei uns und in uns selbst. Es ist die Zeit uns wieder näher zu kommen, um im Frühling neu zu erblühen. Die oft trüben Tage schenken uns ihre Monotonie, wir werden nicht abgelenkt, sondern können unser Wesen(tliches) betrachten. Zeit ist ein Geschenk und es liegt bei uns, sie für uns zu nutzen. Wir sind ein Geschenk, ein Geschenk des Lebens. Entstanden aus dem zusammen Sein zweier. Sie waren genau die richtigen für uns, zu ihrer Zeit. Nun dürfen wir für uns das wichtigste sein, in unserer Zeit.

Schmerz

Wo sitzt dein tiefster Schmerz? Der Schmerz, der dich veranlasst, Dingen aus dem Weg zu gehen, die genau diesen Schmerz berühren? Wie weit verbiegst du dich und wie sehr hindert dieses Verbiegen dich, an den wahren Grund deines Schmerzes zu gehen? Wie bist du, ohne Schmerz, ohne die Strategie der Vermeidung? Wer bist du. wenn da kein Schmerz ist, der dich lenkt?

Wo bist

Du?

Einheit

Unter Einheit verstehe ich das GanzSein mit sich. Ich bin friedvoll mit mir und erkenne im Ganzen, was mein Anteil am Großen ist.
Ich kann das, was kommt, nehmen. So wie der Strand die Welle nimmt und die Welle sich am Strand gütlich tut. Der Strand ist weit, das Wasser ist weit. Beide bedürfen sich. Die Welle braucht den Strand ein wenig mehr, um sich zu erfüllen, sich zu entfalten. Der Strand ist da, er kann warten, er leistet, ohne Gegenleistung, einfach so. Manchmal nimmt die Welle auch ein Stück vom Strand mit sich und macht ihn schmaler, verändert ihn. So ist es auch zwischen Eltern und Kindern. Die Eltern sind der Boden, der Strand und die Kinder sind die Wellen. Die Kinder kommen zu den Eltern und ziehen sich dann wieder zurück, suchen und finden ihren Rhythmus. Der Strand lässt sie gewähren, achtet (auf) ihre (Ge-)Zeiten und lauscht und fühlt. Ja, manchmal toben die Wellen über den Strand, verwüsten ihn, durchdringen ihn. Und doch brechen sie sich auch an ihm, kehren nach einer Weile in die Ruhe zurück, um dann ihren Rhythmus von kommen und gehen wieder aufzunehmen. Und der Strand? Er ist da.

Mein liebes Kind, wenn du mich brauchst, ich bin da.