Schlagwort: Gedanken

Der Fluss

Zwei Mönche gehen einen breiten Fluss lang. Dort steht eine Frau, die verzweifelt ist, weil sie den Fluss überqueren muss, es sich jedoch nicht traut. Da nimmt einer der Mönche die Frau und trägt sie auf seinen Armen über den Fluss, kommt zurück und geht mit seinem Mönchsbruder weiter am Fluss entlang. Nach einer Weile sagt dieser dann zu ihm: Du weißt schon, dass wir keine Frauen anfassen dürfen, oder? Du aber hast die Frau vorhin über den Fluss getragen! Ja, sagt der Andere daraufhin: Ich habe sie dahinten am anderen Flussufer abgestellt, du aber trägst sie immer noch mit dir herum.

Umdenken

Schon mal etwas von der Kopfstandmethode, dem sogenannten Refraiming gehört? Es lässt uns die Möglichkeit Gedanken umzudeuten und die damit ausgelösten Gefühle verändern. Dieses ist ein bewusster Vorgang. Er soll uns nicht manipulieren, sondern zeigt uns einen weiteren Weg, die Dinge zu betrachten. Wir stecken unseren Gedanken in einen neuen Rahmen (daher wird es auch noch als Neurahmung bezeichnet und kommt m.E. aus der Familientherapie). Aus „warum muss ausgerechnet mir das immer passieren“ kann dann zum Beispiel ein „danke für die Erfahrung“ oder „das ist ja interessant“ werden. Und aus „das kann ich nicht“ darf gerne ein „das kann ich noch nicht“ werden.

think about it.

Einheit

Unter Einheit verstehe ich das GanzSein mit sich. Ich bin friedvoll mit mir und erkenne im Ganzen, was mein Anteil am Großen ist.
Ich kann das, was kommt, nehmen. So wie der Strand die Welle nimmt und die Welle sich am Strand gütlich tut. Der Strand ist weit, das Wasser ist weit. Beide bedürfen sich. Die Welle braucht den Strand ein wenig mehr, um sich zu erfüllen, sich zu entfalten. Der Strand ist da, er kann warten, er leistet, ohne Gegenleistung, einfach so. Manchmal nimmt die Welle auch ein Stück vom Strand mit sich und macht ihn schmaler, verändert ihn. So ist es auch zwischen Eltern und Kindern. Die Eltern sind der Boden, der Strand und die Kinder sind die Wellen. Die Kinder kommen zu den Eltern und ziehen sich dann wieder zurück, suchen und finden ihren Rhythmus. Der Strand lässt sie gewähren, achtet (auf) ihre (Ge-)Zeiten und lauscht und fühlt. Ja, manchmal toben die Wellen über den Strand, verwüsten ihn, durchdringen ihn. Und doch brechen sie sich auch an ihm, kehren nach einer Weile in die Ruhe zurück, um dann ihren Rhythmus von kommen und gehen wieder aufzunehmen. Und der Strand? Er ist da.

Mein liebes Kind, wenn du mich brauchst, ich bin da.