Empathie

Die Definition von Empathie ist die Fähigkeit und die Bereitschaft sich in andere Personen einzufühlen, ihre Motive und Gedanken zu verstehen und nachzuvollziehen. Können wir für alle Menschen Empathie empfinden? Wo ist es leichter für uns, wo ist es schwerer Empathie aufzubringen?

Ich habe beobachtet, dass es Menschen bei kleineren Kindern leichter als bei größeren Kindern bzw. bei Erwachsenen fällt. Woran liegt das? Eine Ursache mag die innere Ansicht sein, größere Menschen haben ihr Schicksal ja selbst in der Hand und daher „geschieht“ es ihnen ganz recht. Kinder können ja nichts dafür. Kinder selbst  leben eine spontane Empathie aus. Ist das der Grund dafür, dass die Kirche davon spricht, dass wir alle Kinder Gottes sind? Fällt es Gott leichter Empathie für Kinder aufzubringen, so wie es uns leichter fällt, Kindern Empathie entgegen zu bringen? Wir tragen die Sehnsucht in uns, gesehen zu werden, so wie wir sind. Kinder sind spontan und so wie sie sind, das können wir auch gut annehmen. Dem Erwachsenen fällt es schwerer, so zu sein, wie er sich fühlt. Zu viele Narben und Verletzungen möchten bedacht werden, zu viele Erfahrungen raten ihm davon ab. Ist es das, was die Kirche meint? Gott sieht durch unsere Panzer durch und lässt sich davon nicht täuschen, sieht uns in unserem Ursprung? Wie ist es um unsere eigene Empathie gestellt, lassen wir sie zu? Sehen wir uns eigentlich in unserer Ursprünglichkeit?  Können wir uns zulassen, wie wir wirklich sind oder tragen wir fremde, anerzogene Eindrücke mit uns herum. Ist es unsere Weisheit oder deren? Es ist an der Zeit, jetzt und hier zu fühlen und zu verstehen, uns und letztlich dann den Anderen. Fähig dazu sind wir.